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KI in der Medizin

Nicht ein neues Medikament oder ein chirur­gisches Ver­fahren treibt diesen Umbruch voran, sondern eine Tech­nolo­gie. KI-Systeme analy­sie­ren medizi­ni­sche Bilder schneller als er­fahrene Fach­ärzte, ent­decken Protein­struktu­ren, über die Wissen­schaftler Jahr­zehnte rätsel­ten, und formulie­ren eigen­ständig Arzt­briefe. Die meis­ten Ärztin­nen und Ärzte be­wer­ten KI als riesige Chance für die Medizin, und gleich­zeitig ist das Feld noch am Anfang seiner Ent­wick­lung.

Diagnostik und medizi­ni­sche Bildgebung

Der wohl am weitesten fortgeschrittene Bereich der medizi­ni­schen KI ist die Bild­gebungs­diagnos­tik. Hier lassen sich die Stärken des maschi­nellen Lernens - das schnelle Erkennen von Mustern in riesi­gen Daten­sätzen - am direktes­ten nutzen. KI-Technolo­gien kommen bereits viel­fach in der Radiolo­gie zur Optimie­rung der Bild­qualität, Verkür­zung der Aufnahme­zeit und Bild­daten­analyse zum Einsatz, und KI-unterstütz­te bild­geben­de Diagnos­tik spielt zu­nehmend auch in der Patholo­gie und Dermato­logie eine Rolle.

Allein die US-Zulassungsbehörde FDA hat bis Mitte 2024 knapp tausend KI-unterstütz­te Medizin­produkte autori­siert, davon rund drei Viertel im Bereich Radiolo­gie. Diese Zahlen ver­deut­lichen, wie stark die Diagnos­tik das Feld domi­niert.

Bild-Analyse

Siemens Healthineers, der deut­sche Medizin­technik-Konzern mit Sitz in Erlangen, gehört zu den führen­den Unter­neh­men im Bereich KI-gestütz­ter Bild­gebung. Das Unter­neh­men ent­wickelt KI-Lösungen für nahezu alle bild­gebenden Modali­tä­ten - von der CT über die MRT bis hin zur Ultra­schall­diagnostik. Siemens Healthineers und das KIT Karlsruhe ent­wickeln gemein­sam KI-Algorith­men zur automati­sier­ten Auswer­tung von Koronarangio­graphien, eine Tech­nolo­gie, die die Diagnose­zeit von Koronar­kalk-Ablage­run­gen um 70% redu­zieren soll. Damit zeigt das Unter­neh­men exempla­risch, wie KI klini­sche Abläufe funda­mental be­schleuni­gen kann.

GE HealthCare, der aus General Electric ausgegliederte Medizin­technik­konzern, betreibt eine der breites­ten KI-Portfolios im Gesund­heits­wesen. Das Unter­neh­men ver­arbei­tet über 1,3 Milliar­den radiolo­gische Bilder, bietet über 50 Algorith­men für An­wendun­gen im Gesund­heits­wesen und konzen­triert sich auf die Erken­nung und Analyse von Knoten und Läsionen, beispiels­weise in Lunge, Brust und Herz. GE Health­Care inves­tiert jähr­lich mehr als eine Milli­arde US-Dollar in For­schung und Entwick­lung und versorgt jähr­lich mehr als eine Milliar­de Patien­ten.

Med Gemini ist ein von Google Research und Google DeepMind ent­wickel­tes KI-Modell, das durch Deep-Learning-Algorith­men medizi­ni­sche Bilder wie Röntgen-Aufnah­men und MRT-Scans analy­siert und bei der Früh­erken­nung von Krank­hei­ten wie Krebs, Herz­erkrankun­gen und neurolo­gischen Stö­run­gen hilft, indem es Auf­fällig­kei­ten er­kennt, die Ärzten mög­licher­weise ent­gehen. Med Gemini er­reichte dabei eine Diagnose-Genauig­keit von 91% - vier Prozent­punkte über dem damali­gen Stand der Tech­nik.

Medikamentenforschung und Molekularbiologie

Nirgendwo ist das Transformationspotenzial der KI größer und gleich­zeitig tief­greifen­der als in der Medikamen­ten-Ent­wick­lung. Der klassi­sche Weg von der Wirk­stoff-Idee bis zur Markt­zulas­sung dauert zehn bis fünfzehn Jahre und kostet Milliar­den. KI kann diesen Pro­zess funda­mental be­schleuni­gen.

Protein-Struktur

Das wohl bedeutsamste Einzelprojekt der gesamten medizi­ni­schen KI-Forschung ist AlphaFold von Google DeepMind. AlphaFold 2 kann die Struk­tur eines Proteins aus seiner DNA-Sequenz mit hoher Genauig­keit vor­her­sagen. In den fünf Jah­ren seit seiner Ein­füh­rung sind mehr als 240 Millio­nen Proteine struktu­rell er­fasst worden - darunter alle Prote­ine des mensch­li­chen Körpers sowie Proteine, die an Schlüssel­krank­hei­ten wie Covid, Malaria und Chagas-Krank­heit be­teiligt sind. Über 3,3 Millio­nen Men­schen haben Alpha­Fold 2 ge­nutzt, und die Grund­lagen­arbeit wurde in mehr als 40.000 wissen­schaft­li­chen Publika­tio­nen direkt zitiert.

DeepMind CEO Demis Hassabis und John Jumper erhiel­ten 2024 den Nobel­preis für Chemie für ihre Arbeit an AlphaFold. Mit dem ver­bunde­nen Unter­neh­men Isomorphic Labs werden KI-entworfe­ne Medika­mente bis Ende 2025 in klini­sche Studien gehen. Isomorphic Labs wurde 2021 als eigen­ständi­ges Alphabet-Unter­neh­men ge­gründet, mit dem er­klär­ten Ziel, den ge­sam­ten Pro­zess der Wirk­stoff­synthese von Grund auf neu zu denken - mit KI als Kern.

Die neueste Version, AlphaFold 3, geht noch weiter: es kann die Struk­tur und Interak­tio­nen aller Mole­küle des Lebens vor­her­sagen, bei Wechsel­wirkun­gen von Protei­nen mit ande­ren Molekül-Arten wurde eine Verbesse­rung von mindes­tens 50% gegenüber be­stehen­den Metho­den er­zielt.

Früherkennung von Alzheimer

Auf europäischer Ebene zeigt die Koopera­tion zwi­schen dem deut­schen Pharma-Riesen Bayer und dem Deut­schen Zentrum für Neuro-degenera­tive Er­krankun­gen (DZNE), dass auch die traditio­nelle Pharma­indus­trie massiv in KI-Forschung inves­tiert. Bayer ko­operiert seit 2024 mit dem DZNE an der Entwick­lung von KI-Platt­formen zur Früh­erken­nung von Alz­heimer und inves­tierte 2025 initial 84 Millio­nen Euro. Gerade bei neuro­degenera­tiven Er­krankun­gen, bei denen frühe Diagnose ent­scheidend ist, könnte KI einen Wende­punkt markie­ren.

Wirkstoff-Design

Das britische Biotechnologie­unterneh­men Exscientia ist ein Pionier des KI-gesteuer­ten Wirk­stoff-Designs. Exscientia starte­te eine AWS-basierte KI-Platt­form für End-to-End-Arznei­mittel-Ent­deckung und -automati­sierung. Das Unter­neh­men nutzt KI, um die pharma­kolo­gische Hypo­thesen-Entwick­lung zu automa­ti­sie­ren - von der Ziel­struktur bis zum opti­mier­ten Molekül-Design.

Klinische Entscheidungs­unterstüt­zung und Diagnose-Assistenz

Neben der reinen Bildanalyse ent­wickelt sich KI zuneh­mend zu einem all­gemei­nen Ent­scheidungs­helfer im klini­schen All­tag - einem digita­len „zweiten Arzt“, der Patienten­daten analy­siert, Diagnosen vor­schlägt und auf Wechsel­wirkun­gen hin­weist.

Entscheidungsunterstützung

Ein bemerkenswertes europäisches Beispiel ist das Startup Prof. Valmed. Als erstes KI-gestütz­tes Tool zur klini­schen Ent­scheidungs­unterstüt­zung hat Prof. Valmed die Zerti­fi­zie­rung als Medizin­produkt der Risiko­klasse IIb für die Europäi­sche Union ab­geschlos­sen. Das auf einem Large Language Model basieren­de System unter­stützt medizi­ni­sches Fach­personal, indem es ver­trauens­würdige Empfeh­lun­gen für die Diagnose und Therapie von Er­krankun­gen bereit­stellt. Die Zerti­fi­zie­rung nach EU-Recht ist dabei ein wichti­ger Meilen­stein: Sie zeigt, dass LLM-basierte Medizin­software die strengen regula­tori­schen Anforde­run­gen er­füllen kann.

Workflows

HealthSage AI führte im Januar 2025 eine offene Plattform ein, die drei klini­sche Anwendun­gen um­fasst, um die Ärzte-Workflows zu ver­einfa­chen. Diese An­wendun­gen ver­wenden ein fort­schritt­li­ches Groß­sprachmodell, um die Ab­rechnungs­genauig­keit zu ver­bessern und den Daten­austausch zu er­leich­tern.

Dokumentation und administrative KI

Ein oft unterschätzter, aber praktisch hoch­relevan­ter Bereich ist die KI-gestützte Automati­sie­rung medizi­ni­scher Dokumen­ta­tion. Ärzte ver­bringen heute einen erheb­li­chen Teil ihrer Arbeits­zeit mit Verwaltungs­aufgaben. Hier setzt eine Reihe von Unter­neh­men an.

Dokumentation

Nuance, mittlerweile Teil von Microsoft, bietet mit Dragon Medical One die wohl be­kanntes­te KI-gestützte Sprach­erkennungs-Platt­form für die Medizin an. Dragon Medical One ist ein Dokumenta­tions­begleiter für medizi­ni­sche Einrich­tun­gen jeder Größen­ordnung - von der nieder­gelasse­nen Arzt­praxis bis zum Maximal­versor­ger. Das System er­fordert kein Trainie­ren von Sprach­profilen und ver­fügt über Fach­vokabular für Pflege und medizi­ni­sche Fach­bereiche sowie KI-Algorith­men zur Er­kennung von Akzen­ten.

Microsoft hat mit seiner Cloud for Healthcare zudem eine ge­samte Plattform-Infrastruk­tur für das Gesund­heits­wesen ent­wickelt, die Inter­operabi­litäts­standards wie FHIR (Fast Health­care Interoperabi­lity Resources) umsetzt und KI-Dienste für Kranken­häuser bereit­stellt.

Klinik-Kommunikation

Das französische KI-Unternehmen Nabla fokus­siert sich auf die Ent­las­tung von Ärztin­nen und Ärzten durch automa­ti­sierte Klinik-Kommuni­ka­tion. Nabla bietet KI-gestützte Ambient AI-Schreib-Assisten­ten und Tools zur Ver­besse­rung elektro­nischer Gesund­heits­akten­systeme an, unter­stützt über 35 Sprachen und zielt darauf ab, das Burn­out von Ärz­ten zu be­kämpfen und die Effi­zienz medizi­ni­scher Konsulta­tio­nen zu ver­bessern.

Plattform für Arztpraxen

Der deutsche Praxissoftware­hersteller CompuGroup Medical (CGM) hat mit CGM_one eine integrier­te Platt­form für Arzt­praxen ent­wickelt, die KI-gestütz­te Lösun­gen für Diagnos­tik, Termin­management und Ab­rechnung ver­eint. Das Unter­neh­men betont dabei den Ent­stehungs­kontext: Die Lösun­gen sind aus dem echten Bedarf in Arzt­praxen ent­stan­den und sollen sicher, kontrol­lier­bar und im Dienst der Medizin aus­gelegt sein, damit Ärztin­nen und Ärzte mehr Zeit für die Be­hand­lung ihrer Patien­ten haben.

Spezialisierte Krankheitsgebiete und Wearables

KI in der Medizin ist längst nicht auf Kliniken be­schränkt. Einige Unter­neh­men ent­wickeln Lösun­gen für konkre­te Krankheits­bilder oder für die kontinu­ier­liche Gesund­heits­überwachung im All­tag.

Diabetes-Management

Das französische Unterneh­men Diabeloop ist ein Parade­beispiel für hoch­speziali­sierte medizi­ni­sche KI. Diabeloop hat einen selbst­lernen­den Algo­rith­mus ent­wickelt, der die Behand­lung von Typ-1-Diabetes automa­ti­sie­ren soll und Patien­ten von kontinu­ier­li­chen Therapie-Entschei­dun­gen ent­lastet. Die Produkte sind CE-gekenn­zeich­nete Medizin­produkte und werden in mehre­ren europäi­schen Ländern ein­gesetzt. Das Unter­neh­men arbeitet mit Roche, ViCentra und der Terumo Corpora­tion zu­sammen, um sein Angebot zu er­weitern. Das Kern­produkt übernimmt die Steue­rung der Insulin­abgabe autonom - eine der an­spruchs­volls­ten Auf­gaben im Diabetes-Manage­ment.

Vertrauenswürdige KI

Das Fraunhofer Institut für Kognitive Systeme (IKS) ver­folgt einen grund­lagen­orientier­ten Ansatz. Das Institut ent­wickelt ver­trauens­würdige und zu­verläs­sige KI-Modelle auf Basis medizi­ni­scher Daten mit Fokus auf Kardiolo­gie, Frauen­gesund­heit und anderen Be­reichen. Ein zentra­ler Grund­satz ist die Ent­scheidungs­transpa­renz: KI-Modelle sollen jede Ent­schei­dung ver­ständ­lich machen. Dieser Ansatz der „Explain­able AI“ ist gerade im medizi­ni­schen Kontext essenzi­ell, da Ärzte Diagnosen nach­voll­ziehen und ver­antwor­ten müssen.

Forschungsinfrastruktur und Datenplattformen

Individuelle KI-Produkte können nur so gut sein wie die Daten, auf denen sie trainie­ren. Deshalb arbei­ten Institu­tio­nen und Unter­neh­men intensiv an der Infra­struk­tur für medizi­ni­sche Daten.

Medizininformatik-Initiative (Deutschland)

Die Medizininformatik-Initiative adressiert die mangelnde Daten­harmonisie­rung durch den Aufbau von vier Daten­integrations­zentren, die bis Ende 2025 80% aller Uni­versitäts­kliniken ver­netzen sollen. Damit ent­steht eine natio­nale Forschungs­infrastruk­tur, die standort­übergrei­fende KI-Modell-Entwick­lung er­möglicht.

Elektronische Patientenakte (ePA) und Europäischer Gesundheitsdatenraum (EHDS)

Eine strukturierte ePA als zentraler Daten­speicher würde die Grund­lage für KI-Anwendun­gen zur effizien­teren und personali­sier­ten Versor­gung schaffen. Die EHDS-Verord­nung ist 2025 in Kraft ge­treten. Im Rahmen des EHDS können Algorith­men trai­niert, erprobt und be­wertet werden, darunter jene, die bei Medizin­produkten, In-vitro-Diagnostika und KI-gestütz­ten Systemen zur klinischen Ent­scheidungs­unterstüt­zung zum Ein­satz kommen. Der EHDS ist damit das europäi­sche Gegen­stück zur zentra­li­sier­ten Daten­strategie der großen US-Platt­formen.

KI für Forschungseinrichtungen

Im deutschen Markt positioniert sich Mindverse Studio als DSGVO-konforme KI-Platt­form speziell für medizi­ni­sche Forschungs­einrich­tun­gen. Als einzi­ge voll­stän­dig in Deutsch­land ent­wickelte, gehostete und betriebe­ne KI-Platt­form ver­fügt Mindverse Studio über ein eigenes, un­abhän­gig trainier­tes Large Language Model und Multi-Level-Verschlüs­se­lung und er­füllt alle Anforde­run­gen der DSGVO.

Regulatorischer Rahmen

So groß die technologischen Fortschritte auch sind: Ohne einen klaren regulato­ri­schen Rahmen können medizi­ni­sche KI-Systeme nicht breit ein­gesetzt werden.

Am 1. August 2024 ist die europäische KI-Verordnung in Kraft ge­treten, die die ver­antwor­tungs­volle Entwick­lung und Ver­wen­dung von KI in der EU fördern soll. Für KI-Systeme, die als hoch­riskant ein­gestuft werden - zum Beispiel KI-basierte Soft­ware für medizi­ni­sche Zwecke - gelten beson­dere Anforde­run­gen hinsicht­lich Risiko­minderungs­systemen, hoch­werti­ger Daten­sätze, klarer Nutzer­informa­tion und mensch­li­cher Auf­sicht.

Besonders Software as a Medical Device (SaMD) - also Soft­ware mit medizi­ni­schem Zweck als eigen­ständi­ges Produkt - erlebt einen Boom. Viele Innova­tio­nen stammen dabei von New­comern, während etablierte MedTech-Unter­neh­men erst am Anfang stehen, dieses Poten­zial aus­zuschöpfen.

Die Ärzteschaft selbst begrüßt strenge Regelun­gen: Die meisten Ärztin­nen und Ärzte fordern eine strenge Re­gulie­rung von KI für die Medizin. Zugleich gilt als zentra­ler Grund­satz, dass die Einfüh­rung von KI sich nicht an ökonomi­schen Inte­ressen orien­tieren darf - das Ziel muss immer die Ver­besse­rung der Patienten­versor­gung sein.

Herausforde­run­gen und Grenzen

Bei aller Begeisterung sind die Grenzen und Risiken ehr­lich zu be­nennen. Die Integra­tion von KI in medizin­technische Unter­neh­men er­fordert ein aus­gewoge­nes Ver­hältnis zwi­schen Innova­tion und Risiko­manage­ment sowie dem gesund­heit­li­chen und wirt­schaft­li­chen Nutzen. Mehr als 70% der Befrag­ten in einer Studie von Micro­soft und Cognizant sind nicht der Ansicht, dass Men­schen in der Medizin­technik­ferti­gung durch KI er­setzt werden, und be­tonen, dass mensch­li­ches Fach­wissen und die Kon­trolle weiter­hin er­forder­lich bleiben.

Weitere zentrale Herausforderun­gen sind Daten­schutz und Inter­operabi­lität. 71% der Deut­schen haben Be­denken hin­sicht­lich des Daten­schutzes und eines mög­li­chen Miss­brauchs der ge­sammel­ten Gesundheits­daten. Hinzu kommen regula­to­rische Hürden: Als größte Hemm­nisse be­nennt die Ärzte­schaft die Komplexi­tät des Gesund­heits­systems und lang­wierige Zerti­fi­zierungs­prozesse.

Schließlich besteht das Risiko einer digita­len Zwei-Klassen-Medizin: Wenn leistungs­fähige KI-Systeme nur in gut finan­zier­ten Uni­versitäts­kliniken ver­fügbar sind, während kleinere kommunale Häuser zurückbleiben, ver­schärft sich die ohnehin be­stehende Ungleich­heit in der Gesund­heits­versor­gung.

Entscheidend für den Erfolg wird nicht allein die Tech­nolo­gie sein. Vertrauen, Transpa­renz, Daten­schutz und die konse­quente Ein­beziehung von Ärzten und Patienten in die Ent­wicklungs­prozesse sind die eigent­li­chen Voraus­set­zun­gen dafür, dass KI ihr Ver­sprechen ein­lösen kann: eine Medizin, die präziser, schneller, zu­gäng­li­cher - und mensch­li­cher wird.